Das Gut Groß Zecher, im Osten des Kreises Herzogtum Lauenburg am idyllischen Schaalsee gelegen, ist seit 1681 im Besitz der Familie v. Witzendorff.

Dass die landschaftlich reizvollen See-, Forst- und bäuerlich genutzten Flächen fast in ihrer ursprünglichen Gesamtheit erhalten sind, verdankt das Gut Hieronymus v. Witzendorff, der vor über 300 Jahren den "Fideikommiß" einführte. Mit der Einrichtung des "Fideikommiß" wurde der Besitz gesetzlich  unteilbar. Hieronymus v. Witzendorff - Braunschweigisch - Lüneburgischer Geheimer Rat und Kammerpräsident - sah in der großen Politik die Tragik der Landesteilung und zog seine Lehren daraus. Er wollte dieses Schicksal in seiner Familie von vorneherein vermeiden.

Einer der bekanntesten Gutsbesitzer aus der Familie war Ottokar v. Witzendorff, der ab Mitte des 19. Jahrhunderts auf dem Gut wirkte. In der Landespolitik kam Ottokar v. Witzendorff als Landrat eine wichtige Bedeutung zu. Er trug bei den Verhandlungen zur Übergabe des Herzogtums an Preußen König  Wilhelm I. die  lauenburgische Krone an. 1890 kam es zur landesherrlich erlaubten Trennung von Gut Seedorf, da Ottokar v. Witzendorff kinderlos starb.

Karl Friedrich Ludwig v.  Witzendorff wurde Erbherr auf Groß Zecher, wo schon immer der Familiensitz angesiedelt war. Zwei Generationen zogen es allerdings vor, ihren Wohnsitz in das alte Forsthaus zu verlegen und die Landwirtschaft mit dem Gutshof zu verpachten. Sie widmeten sich in besonderer Weise der Forstwirtschaft; wie überhaupt Harald v. Witzendorff Zeugnis davon ablegte, dass die Pflege und  Hege des Waldes, sowie das Engagement für die Natur schon immer zu den wesentlichen Aufgaben des Gutes gehörten und gehören.

Mit der Landwirtin Hannelore v. Witzendorff schließt sich der Kreis der Familie. Sie hat das Gut Groß Zecher und seine Bewirtschaftung 1994 übernommen und setzt somit die Tradition der Familie auf dem Stammsitz fort.